Story - wie alles begann

Stipendium der Stadt Bern für Atelier in New York

Studio im AtelierAtelier: ein Raum auch zum Velofahren...

Im kalten Februar 2005 packte ich alles zusammen und flog nach New York. Am Anfang war es nicht gerade einfach. Nichts wollte klappen. Die US-Zollbehörde gab meine Kisten mit Compi, Boxen, Keybord etc. nicht frei. Als ich die Sachen dann endlich hatte und auch der Strom funktionierte (nur mit Transformator...) war der Beginn harzig. Nach dem ersten Monat wäre ich am liebsten zurückgeflogen. Heimweh und mein vermeintliches Scheitern nagten an mir. Ich musste mich der Krise stellen und begann "Musik zu hören", d.h. zu analysieren. "You have to LISTEN to Music" war dann später auch ein Ratschlag von Terry, einem Friend und Producer. "Far Rockaway" war dann das erste Stück nach meiner anfänglichen Krise. Von da weg lief alles einfacher. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Albums sollte es aber noch lange dauern.


My Home at Red House, 317 East, 5th Street

Linda's Garten, links die Türe zum AtelierLinda's Garten: eine insprirende Oase

Vom Atelier her kommt man direkt in den Garten. Der Garten ist eine wunderbare Oase und in Wirklichkeit viel grösser als auf dem Bild. Linda Geiser ist dort oft am Wirken. Fast jeden Tag hatten wir eine schöne Begegnung und ich begann mich auch im Kontakt zu Menschen immer wohler und heimischer zu fühlen. Wenn ich mal nicht arbeiten mochte ging ich in den Garten oder in einen Park lesen. New York hat so etwas Leichtes und Flirrendes. So richtig schlechte Laune hatte ich dort nie.


New York wird farbig

ein Ausflug mit ChristineUnterwegs: mit Christine

Eines Abends war ich im Restaurant "Sidewalk" im East Village und die Servicefrau brachte Christine Haller irrtülich meine Kreditkarte zurück. Christine und ich erkannten sofort, dass wir uns schon ganz lange kennen. Sie wohnte da bereits seit 12 Jahre in NYC. Mit ihr wurde mein Aufenthalt richtig farbig. Sie zeigte mir viele tolle Klubs und liess mich an ihrem Freundeskreis teilhaben. Eines Abends besuchten wir den "NuBlu Club", 62 Avenue C, fünf Minuten zu Fuss vom Redhouse. Ein wirklich sympathischer Ort zum Ausgehen, mit viel guter Live-Musik. Als Hausband spielten damals oft die "Brazilien Girls". Und wie ich gerade höre, ist der Klub immer noch toll.


The A-Line to JFK and ... Far Rockaway

A-Line to JFKA-Line to JFK: immer wieder...

Trotzdem habe ich meine Freunde aus der Schweiz vermisst. Ab und zu kriegte ich Besuch und jedes Mal fuhr ich mit der Underground zum Flughafen JFK um meine Freunde abzuholen. Die Durchsagen in den Zügen haben mich fasziniert, besonders "Far Rockaway" als Name. Und so begann ich, meine Fahrten auf Tonband aufzuzeichnen. Es kappte nicht auf Anhieb; aber irgend einmal im Juni sprach ein MTA-Fahrer wahrscheinlich extra für mich... Ich bannte seine Stimme auf Band und war glücklich! Sogar seine Tonhöhe und Sprechgeschwindigkeit passten exakt zur bereits bestehenden Musik. So konnte ich den O-Ton einfach an die gewünschten Stellen legen. Daraufhin entstand die Idee zum Namen des Albums 'Far Rockaway'.


"Far Rockaway"

Far Rockaway BeachFar Rockaway Beach

Wenn man vom JFK mit der Underground weiterfährt teilt sich die Strecke bei 'Broad Channel' zu 'Far Rockaway' und 'Far Rockaway Beach'. An beiden Orten ist nicht wirklich viel los und es ist ziemlich windig. Nach einer Stunde Fahrt ist man plötzlich ganz alleine am Meer...

MTA-A-Line